Dead Island 2 - Test / Review

Genial-brutale Zombie-Action

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Nach einer langen Durststrecke geht es nun endlich mit dem Zombie-Schnetzler "Dead Island" weiter. Die Fortsetzung von Dambuster Studios ist brutaler denn je, ohne dass der Humor dabei zu kurz kommt. Ob hinter der betont blutigen Fassade auch ein gutes Spiel steckt, erfahrt ihr in unserem Test.

Würde man Dambuster Studios einzig an seinem letzten grossen Spiel messen, dann wäre ein Loblied auf den Entwickler aus Nottingham nicht möglich. Dieses Spiel war nämlich das 2016 veröffentlichte "Homefront: The Revolution", das auch seine guten Eigenschaften gehabt haben mag, aber definitiv näher an einem Totalausfall war als einem empfehlenswerten Open-World-Shooter. Aber wenn wir schon in der Vergangenheit graben, muss man eben auch erwähnen, dass Dambuster zuvor noch als Free Radical Design bereits Spiele wie "TimeSplitters" entwickelte oder nach der Übernahme durch Crytek an "Crysis 3" mitwirkte und zuvor schon den spassigen Mehrspieler-Part von "Crysis 2" umsetzte. Eine neue Chance haben die Briten also in jedem Fall verdient, und die haben sie - so viel sei an dieser Stelle vorweggenommen - mit "Dead Island 2" auch sehr gut genutzt. Wir haben die lang erwartete und unter anderem durch mehrere Entwicklerwechsel um Jahre verzögerte Zombie-Action gespielt und erklären euch im Folgenden, warum das Spiel nicht nur gut, sondern sogar der bislang beste Teil der Reihe geworden ist.

Willkommen in Hell-A!

Die Ausgangssituation in "Dead Island 2" ist denkbar einfach: In Los Angeles und den umliegenden Gebieten grassiert ein Zombie-Virus, das weite Teile der Einwohnerschaft in willenlos mordende Untote verwandelt. Deshalb errichtet das US-Militär dort eine Quarantänezone und führt die letzten Evakuierungsversuche durch. Ein allerletztes Flugzeug soll weitere Überlebende aus der Stadt bringen, darunter auch Amy, Bruno, Carla, Dani, Jacob und Ryan, die sechs spielbaren Helden des First-Person-Zombie-Spiels. Auf seine eigene Art durchgeknallt ist jeder der sogenannten Schlächter, die wie in einem Rollenspiel nicht nur über eine Hintergrundgeschichte, sondern auch über individuelle Attribute und Start-Skills verfügen.

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Die Unterschenkel-amputierte Amy zeichnet sich etwa durch ihre besonders hohe Beweglichkeit aus, hat dafür jedoch einen der geringsten Zähigkeitswerte aller Helden. Eine ihrer direkt von Beginn an ausgerüsteten Tarot-Fähigkeiten-Karten, auf die wir später noch genauer eingehen, bringt ihr passend dazu Ausdauer zurück, wenn sie Zombies mit Wurfwaffen trifft. Bruno hat die niedrigsten Trefferpunkte von allen (wobei die natürlich trotzdem mit den Stufenaufstiegen anwachsen), dafür die höchste Chance auf kritische Treffer. Jacob, für den wir uns entschieden haben, hat die höchsten TP, aber den niedrigsten Wert bei "Widerstand". Das klingt vielleicht nach einer schwierigen Wahl, letztlich könnt ihr aber jeden Charakter später umfassend an eure Vorlieben anpassen, solltet also keine Probleme bekommen, wenn ihr euch rein aus Sympathie oder Antipathie für oder gegen einen Helden entscheidet.

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Gemein haben alle sechs in jedem Fall, dass sie kurz nach dem Absturz ihres Fluchtflugzeugs von einem Zombie gebissen werden und auf die Schauspielerin Emma treffen, die eine zentrale Rolle in der Story von "Dead Island 2" einnimmt. Die Infektion wird euch, das könnt ihr euch bereits denken, nicht in einen wandelnden Toten verwandeln. Die in euch schlummernden Zombie-Gene aber gewähren euch später Zugriff auf ein paar coole Spezialfähigkeiten respektive Modifikationsoptionen.

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