Anzeige
Social Bookmarks
2010-02-03T19:12:00+01:00 03. Feb 2010 | Games.ch

Killerspiele - News

SP-Politiker Näf: 'Killergames zerstören unsere Zivilisation'

Der selbsternannte Jugendschützer und Killerspiele-Verächter Roland Näf (SP) hat erneut zugeschlagen. Gestärkt von seinem Erfolg in Bern hat er dem Internetmagazin "tink" ein Interview zum Thema "Killerspiele" gegeben.

Einige Zitate aus dem entsprechenden Gespräch:

Sie haben alle Spiele selbst durchgespielt. Damit haben Sie ja Ihre ganze Erziehung über den Haufen geworfen?
Ja, ganz eindeutig. Ich hatte so manche Schweissausbrüche.

...

Ein solcher Spieler wird das nächste Mal, wenn er draussen in der Gasse angesprochen wird, nicht diskutieren sondern einfach eins auf den Kopf hauen. 

...

Wenn man die Sexualität in Games immer im Zusammenhang mit Gewalt trainiert, dann hat man nachher ein höchst unangenehmes Sexualverhalten.


Das komplette Interview mit dem Zivilisationsschützer Näf
könnt ihr bei tink nachlesen.

Weitere Meldungen

Kommentare

Um Kommentare abgeben zu können musst du dich einmalig registrieren.

Jarekk82 hat geschrieben - 17 Feb

Macht euch nicht die Mühe, ihm zu antworten. Denselben Beitrag hat er an verschiedenen Orten reingepostet. GameRights.ch, Tink.ch und Politnetz.ch sind nur drei weitere, von denen ich weiss.
Er ist nicht an einer Diskussion interessiert, das hat er schon oft genug klar gemacht. Er geht nicht auf die Argumente der Gamer ein, er erzählt nur die halbe Wahrheit und dreht sich die wissenschaftlichen Studien so zurecht, dass sie in sein Schema passen.
Wäre er wirklich interessiert, hätte er nicht einen solchen Schwachsinn dagelassen. Ich meine, was für Argumente sollen denn das sein? Jassen hat auch noch kein Land von Armut befreit und das Schweizerörgeli noch nie einen Krieg verhindert. Ist das Grund genug, deren Verbote zu fordern?!
Shame on you, Herr Näf! (Falls Sie das hier überhaupt lesen. Lieber spotten Sie den Gamern auf PolitNetz.ch, dass die RK des SR die Annahme der Motionen empfohlen hat, was?)

Janthana hat geschrieben - 17 Feb

Lieber Herr Näf
Die Armut in der Welt und die ganzen Punkte die Sie hier aufzählen sind sicherlich bedenklich und aufjedenfall tragisch. Und jetzt mal eine Gegenfrage, warum kämpfen sie trotz all diesen schlimmen Dingen in der Welt und auch in der Schweiz mittlerweile, gegen ein Verbot von Killerspielen? Da ist doch die Argumentation total verfehlt oder?
Viel schlimmer sind doch die Sexuellen Übergriffe unter Jugendlichen oder die alkoholisierten u18 Kinder die sich ins Komasaufen und mit einer Blutvergiftung ins Krankenhaus müssen. Wenn man da einen vergleich nehmen würde, dann fällt doch da sofort ins Auge, dass solche Vorfälle viel öfters auftreten als ein Amoklauf, bei dem man sicherlich andere Hintergründe finden würde als Killergames, wenn man sich intensiver damit befassen würde und nicht nur die einfachste Lösung in betracht zieht und nach aussen trägt.
Gehen Sie lieber gegen die einfach zugänglichen Pornoseiten vor, wo man mittlerweile ohne weiteres ganze Filme anschauen kann ohne was runterzuladen. Ich sehe es in der Schule und im Fussballverein, in welchem ich als Trainer fungiere, da wissen 10-12 jährige bereits bestens Bescheid über Analsex und Oralsex und Stellungsbegriffe usw. usw. Da sollte man dran arbeiten und nicht an Verboten von Killerspielen, da reicht die Altersbegrenzung m.M.n völlig aus. Man sollte höchstens die Verteiler ein wenig genauer unter die Lupe nehmen, damit diese die Spiele auch nur Altersgerechten Leuten verkaufen.
Ich wünsche noch einen angenehmen Tag

Doc hat geschrieben - 16 Feb

Lieber Herr Näf

Vielleicht sollten Sie hier das Thema nicht wechseln. Die Welt ist ungerecht, das sehe ich aktuell in Südafrika nur zu gut. Bettler stehen an jeder Strassenecke. Wir schauen hier nicht weg und tun mindestens etwas Kleines um das Leid zu lindern (mit kleineren Beträgen und Essensspenden ... ja, hier unten sind die Bettler noch dankbar wenn man ihnen Essen gibt. In der Schweiz sind die Asylanten ja sich zu schön in Militärunterkünften zu wohnen ... )
Wenn Ihre Kollegin bei einem Streitgespräch sagt, es sei Schade, dass die heutigen Jugendlichen zu viel am PC sitzen, frage ich mich worum es ihr beim Verbot geht.

Wenn ich sehe wie verfehlt ihre Politik beim Thema Jugendgewalt in den Schulen ist. Tja, es ist immer einfach einen leichtverständlichen Sündenbock zu finden und vom wirklichen Thema abzulenken. Wo sind Sie denn da? Die Spieler wehren sich übrigens nicht gegen ein Verbot der Killerspiele, sie setzen sich ja aktiv für Verbote ein (PEGI verankern und so weiter)
Wir haben Gesetze die vielleicht erst einmal durchgesetzt werden können, aber damit können Sie ja keine Wähler gewinnen, die Angst vor neuer Technik haben.

Grüsse aus Südafrika ... einem Land mit wirklichen Problemen ... und realer Gewalt ...

naefpiera hat geschrieben - 15 Feb

Ganz abgesehen von der problematischen Wirkung von Killergames erstaunt mich die Vehemenz vieler junger Männer in ihrem Kampf für das grenzenlose "Recht auf Gewaltverherrlichung" am Bildschirm. Wir leben in einer Welt, in der viele Menschen unter Armut und Ungerechtigkeit leiden. Eine Welt, in der zukünftige Generation...en einer massiven Bedrohung durch die Klimaveränderung ausgesetzt sind. Eine Welt, in der sich Abzocker auf Kosten der breiten Bevölkerung ohne Scham bereichern. Und für was kämpfen einige junge Männer? Dafür, dass sie weiterhin am Bildschirm als allmächtige "Helden" wirken können: Köpfe abschlagen, erstechen, erschiessen, u.s.w. Ja, es gibt offenbar Sachen, die ich nicht verstehen kann.

Player One hat geschrieben - 11 Feb

Verflucht sei Infity Ward, auf MODERN WARFARE 2 werden die vermutlich noch ewig rumreiten. Schön finde ich aber den Kommentar aus dem Entwicklerinterview zu BAD COMPANY 2 "Wir brauchen keine Gewalt um Battlefield zu vermarkten". Killerspiele hin oder her, aber es geht schon verdammt heftig in den Spielen zu. Klar wird deswegen niemand zum Amokläufer, aber den Härtegrad in Wolverine finde ich z.B. völlig daneben. Weniger ist oft mehr, dass sollen die Entwickler eben auch mal lernen. Nur weil einem der Kopf explodiert finde ich das Spiel nicht besser. Subtil kommt oft besser. Weshalb manche Spiele auf dem Index landen und andere dafür wiede durchrutschen bleibt uns allen aber wohl auf ewig ein Rätsel....

Doc hat geschrieben - 08 Feb

Wenn unser Herr Näf sein Anliegen wirklich ernst nehmen würde, müsste er sich auch gegen Waffen in Privathaushalten einsetzen. Was steht heute in 20 minuten ? 75 Todesfälle seit den 80-er verursacht durch "private" Waffen?

Die Gamer-Community setzt sich aktiv dafür ein, dass PEGI oder ähnliches in den Gesetzten verankert wird. Herr Näf und seine Freunde sind dagegen nur auf polulistischem Stimmenfang und das leider auch noch mit Erfolg.

Jarekk82 hat geschrieben - 08 Feb

Wenn Näf wenigstens ein Jugendschützer wäre... Er ist mehr ein Erwachsenenbevormunder und fordert mit seinem Game-Verbot in keinster Weise auch nur minimalen Jugendschutz.

Doc hat geschrieben - 04 Feb

Im letzten Jahr hat es jemand so passend formuliert: "Das Auffinden eines Killerspiels auf dem Rechner eines  Amokläufer ist so aussagekräftig, wie das Auffinden von Turnschuhen. Ein Mehrheit der heutigen Jugendlichen spielen solche oder ähnliche Spiel".

Kommentar wie, "Politiker sind scheisse" oder ähnliche fördern die Position der Gamer überhaupt nicht. Das sehe ich auch so!

Tragisch auch: Viele Medien nehmen sich der Problematik ebenfalls nur oberflächlich an und wollen nur Schlagzeilen machen.

Janthana hat geschrieben - 04 Feb

90% der Amokläufer essen regelmässig bis jeden Tag Brot! Brot ist die Ursache!
Es ist doch jedesmal das gleiche. Gaming ist halt einfach das einfachste Angriffsziel, da dieses Medium noch recht Jung ist und auch die befürworter von Gaming und Spielen oft auch noch im jungen Alter sind.
Viele Politiker oder allgemein Kritiker befassen sich nicht mal mit dem Thema "Gaming". Sie reden einfach wirres Zeug und versuchen mit ihren rednerischen Fähigkeiten die Leute davon zu überzeugen das "Killerspiele" die Ursache an allem ist.
Wehrt euch! Egal wo, in Foren, Podiumsdisskussionen, Newsbeiträge ect.ect. Aber wehrt euch mit normalen Ausdrücken, guten Argumenten und Intelligenz. Wenn man dies nicht an den Tag legen kann und mit diesen Eigenschaften ein Gespräch führen kann, dann sollte man dies Leuten überlassen, die sich damit auskennen und den Kritikern oder eben Politikern die Stirn bieten können.
Kommentare wie, "Politiker sind scheisse" oder "Arschlöcher verpisst euch", was ich alles schon in Zeitungsartikelkommentaren und Foren lesen konnte, helfen der Gaminggemeinde überhaupt nicht weiter.

bo eh hat geschrieben - 04 Feb

Eltern wollen/können ihre Kinder nicht mehr erziehen, die Schulen dürfen selbiges nicht. Ich denke da liegt das Hauptproblem, das die hohe Gewaltbereitschaft der Jugendlichen ausmacht. Games können sicher auch dazu beitragen. Aber nur, wenn z.B. gewalttätige Spiele in die Hände von Minderjährigen kommen, die noch nicht zwischen Realität und Spiel zu unterscheiden wissen. Und selbst da halte ich Fernsehen für weit gfährlicher. Hier müssten die Eltern eigreiffen.
Ein ganz anderer Fall sind die Amokläufe. Aber auch da werden die Medien zu voreilig verantworlich gemacht. Mobbing und soziale Ausgrenzung sind in diesen Fällen das Problem. Ich denke hier können Games sogar oft ein Ventil darstellen, ohne das es noch öfter zu Amokläufen kommen würde. Die betroffenen Leute können in Spielen einen letzten halt finden und sich in einer "besseren" Welt glücklich fühlen. Wenn auch das nichts nützt, finden die Ermittler dann diese Spiele und halten sie für den Auslöser, statt für einen vergeblichen Rettungsversuch vor der sonst kaputten Welt des Täters.

Doc hat geschrieben - 04 Feb

Leider ist es so, dass man den Herrn Näf leider doch etwas ernst nehmen muss. Er hat mit seinen ziemlich realitätsfremden Äusserungen ziemlichen Erfolg.
Die ganze Killerspiele-Diskussion ist sowieso nur eine gute Aussrede um vom Versagen der Politik im Schulwesen abzulenken. Die Gewalt in den Schulen ist nachweislich nicht das Resultat von diesen Spielen.
Aber das ist natürlich zu komplex für unsere Politiker, das war schon in den letzten Jahrhunderten immer wieder der Fall ... aber darauf will ich jetzt nicht eingehen ... und nein ich mein nicht die Braunen ...

bo eh hat geschrieben - 04 Feb

Also über diesen Näf kann man sich immer wieder wundern. Der hat den Bezug zur realität mehr verloren als sämtliche Gamer zusammen. Ich spiele sehr viel Shooter und hatte im Militär trotzdem keinerlei Freude am schiessen. Und ich verspüre auch keine Lust jemanden auf der Strasse zu verprügeln, nur weil ich zuvor im Spiel den einen oder anderen Kopf rollen liess. Das ganze gejammere von Näf kann nicht ernst gemeint sein. Das ist lediglich ein politisches Programm um unwissende konservative Wähler auf seine Seite zu ziehen.

bo eh hat geschrieben - 04 Feb

Also über diesen Näf kann man sich immer wieder wundern. Der hat den Bezug zur realität mehr verloren als sämtliche Gamer zusammen. Ich spiele sehr viel Shooter und hatte im Militär trotzdem keinerlei Freude am schiessen. Und ich verspüre auch keine Lust jemanden auf der Strasse zu verprügeln, nur weil ich zuvor im Spiel den einen oder anderen Kopf rollen liess. Das ganze gejammere von Näf kann nicht ernst gemeint sein. Das ist lediglich ein politisches Programm um unwissende konservative Wähler auf seine Seite zu ziehen.

Backlinks/Trackbacks

Bislang haben wir noch keine Links zu dieser Meldung erfasst.