2010-01-01T00:00:00+01:00

Tony Hawk: RIDE Next Generation Tony

Test: Xbox 360 · 01. Jan 2010 · Björn F. (bf)

Die „Tony Hawk“ Serie existiert schon seit der PlayStation, doch hat die Beliebtheit seither ziemlich abgenommen. Activision lässt sich allerdings nicht Lumpen und versucht der Serie den neuen Kick zu geben, indem ein Skateboard als Controller daherkommt. Wir haben den neuen Tony für euch getestet.

Neue Hardware macht immer sehr neugierig und da ist „Tony Hawk: Ride“ keine Ausnahme. Gerade als nicht Skateboard-Fahrer, würde man doch gern mal das Gefühl haben ,wirklich auf einem Brett zu stehen, ohne bei einem Misslungenem Grind, gleich alle Knochen zu brechen. Zudem ist es allemal besser als das übliche Spiel nur in besserer Grafik.
Betrachten wir doch zunächst einmal den Skateboard-Controller. Schon auf dem ersten Blick wirkt er gut verarbeitet. Er hat die Form eines Skateboards ohne Räder. Vorne und hinten an den Spitzen, sowie links und rechts in der Mitte, ist jeweils ein Sensor. Auf der linken Seite ist oberhalb das Controllerlayout ohne die Schultertasten. Unterhab ist eine große Start-Taste, welche auch mit dem Fuß bedient werden kann. Das kabellose Skateboard kann via ein Controller einfach mit der Konsole verbunden werden, wobei immer ein richtiger Controller mit angemeldet sein muss. Aus Multiplayer-Aktionen wird leider nichts, da nur ein Board angeschlossen werden kann.
Um Tricks mit dem Board zu machen, muss man es nicht durch die Luft wirbeln, wie ein echtes Skateboard, noch muss man auf dem Schrank herumgrinden. Ollies und Nollies lassen sich einfach ausführen in dem man das Board vorne oder hinten hochzieht. Um zu lenken verlagert man sein Gewicht einfach nach links oder rechts und um einen Sprung auszuführen das Board schnell vorne hochziehen, was sich nicht immer als einfach erweist. Um in der Luft Grabs zu machen, müssen die Sensoren des Boards mit der Hand vorne oder hinten berühren. Das Board lässt sich in der Luft drehen, indem man sich nach links oder rechts neigt. Die Steuerung ist recht einfach, aber spaßig gehalten, wobei das Spiel viel für den Spieler übernimmt. Auf einfach wird man sozusagen an einer unsichtbaren Leine durch das Level gezogen, während die schweren Grade viel mehr Selbstständigkeit erfordern. 
Das Spiel ist in verschiedene Städte. In jeder Stadt müssen in unterschiedlichen Örtlichkeiten Aufgaben erledigt werden. Jeder dieser Aufgaben bringt Punkte ein und hat man genügend gesammelt, schaltet sich der nächste Ort frei. Zusätzlich schalten sich auch weitere Outfits und Designmöglichkeiten für die Skater und dessen Boards frei. Die Aufgabengebiete sind unterteilt in Speedruns, Punkte durch Tricks und Herausforderung in Form von besonderen Trickabfolgen. So durchläuft man seine Skaterkarriere und wird zwischendrin von Skaterprofis in Videosequenzen motiviert. 
Der Mehrspieler-Modus ist leider recht dürftig ausgefallen und es ist nicht möglich ein zweites Board an eine Konsole anzuschließen. Somit kann man nur abwechselnd nach den Highscore jagen, oder Online gegen andere Spieler in den oben genannten Disziplinen antreten.
Die Grafik von „Ride“ versetzt keine Berge, aber weiss durchaus zu gefallen. Besonders die Animationen der Skater sind sehr gut gelungen. Passend zum Sunshine-Look gibt es auch die üblichen Skater-Songs für die gute Laune.  Der Soundtrack ist sehr umfangreich, wie man es von EA gewohnt ist.

Fazit

„Tony Hawk Ride“ ist zwar nicht der ultimative Meilenstein, doch ist es schön zu sehen das sich die Enwickler noch mal etwas neues trauen. Das einzig wirkliche Manko an dem Titel ist der Preis und die Gewissheit, das man den teuren Controller wohl nicht wirklich für viele Spiele nutzen kann. Die Qualität des Boards rechtfertigt allerdings den Preis. Skaterfans die selbst keine wirkliche Möglichkeit haben aufs Skateboard zu steigen, sollten hier auf jeden Fall zugreifen.

Kommentare

Um Kommentare abgeben zu können musst du dich einmalig registrieren.