2009-11-29T00:00:00+01:00

Call of Duty: Modern Warfare 2 Die Saga geht weiter

Test: Xbox 360 · 29. Nov 2009 · Björn F. (bf)

Call of Duty: Modern Warfare 2 ist eines der mit am meisten Spannung erwarteten Spiel 2009 und konnte sich in den ersten Tagen fast fünf Millionen mal verkaufen. Ein Titel an dem, nicht zuletzt durch seine erfolgreichen Vorgänger, sehr hohe Erwartungen gestellt wurden.

Ego-Shooter sind immer noch das beliebteste Genre, denn nur wenige Andere können so viele Erfolgstitel vorweisen. Sei es Halo, Killzone, Far Cry, Crysis, Half-Life oder eben Call of Duty. Grade die „Call of Duty“ Reihe hatte immer eine ganz spezielle Anziehungskraft, denn kaum ein andere Serie schafft es solch eine Stimmung auf den Monitor bzw. den Fernseher zu bringen.

Die Call of Duty Reihe wurde von unterschiedlichen Entwicklern erstellt, doch das wichtige ist immer die Story, die einem Kinofilm in Nichts nachsteht, aber interaktiv spielbar ist. So ist auch der aktuelle Titel wieder gigantisch in Szene gesetzt und wirkt hochgradig lebendig. Im Kern bleibt es aber natürlich immer noch ein Shooter. Wie in einem Film ist der Spielverlauf aber ziemlich linear und man kann sich nur in wenigen Missionen freier bewegen. Dem Spielspaß tut dies allerdings keinen Abbruch, denn so ist ein idealer Spielfluss gewährleistet. 

Die Inszenierung ist mehr als gelungen und bietet vielleicht das größte Spektakel, was aktuell auf den Bildschirm zu sehen ist. Auch wenn die Grafik selbst nicht mehr Top-aktuell ist, blüht der Titel richtig in Bereich der Animationen und gescripteter Events auf. In jeder Ecke passiert etwas, Leute unterhalten sich, bewegen sich, der Kugelhagel fegt über einen hinweg, Explosionen erschüttern den ganzen Bildschirm. Auch wenn das nichts wirklich Neues ist, wirkt es in diesem Titel wirklich authentischer als zuvor.

Zu Beginn wird man gefragt, ob einige moralisch bedenkliche Szenen übersprungen werden sollen, was wirklich eine sinnvolle Option ist. Als Spieler wird man aber natürlich umso interessierter um was es sich dabei handelt. So sei es an dieser Stelle gesagt, das es hier um das im Vorfeld bereits bekannt gewordene sinnlose Gemetzel an Zivilisten geht, welches man in Deutschland allerdings nicht selbst begehen kann, da das Spiel sich sonst beendet.

Das Spielprinzip selbst ist wieder recht einfach. In geradlinigen Levels arbeitet man sich von Punkt zu Punkt vor und hat dabei so gut wie keine Verschnaufpausen. Durch das anvisieren via Druck auf LT, wird ein nahe liegendes Ziel gewählt, was gerade für Konsolenspieler einiges vereinfacht. Die Level sind recht kurz angelegt, dafür allerdings mit reichlich Szenerie und Effekten gefüllt. Nach den fünf bis sechs Stunden der kurzen Kampagne kann man seine Zeit noch in dem neuen Sternemodus verbringen. In Diesem kann man allein, oder im Coop, via Splitscreen, oder Online vorgegebene Missionen erledigen. Eine Mission benötigt dabei 10 bis 20 Minuten, je nach Ziel und Vorgehensweise und macht jede Menge Spaß. Schade allerdings, das die Kampagne nicht auch im CoOp gespielt werden kann. Je höher der Schwierigkeit-Level, desto mehr Sterne kann man sich verdienen. Doch sei gesagt, das ein hoher Level im Sternemodus auch richtig herausfordernd sein kann. Der Online-Modus ist wie im Vorgänger auch wieder äußerst fesselnd. Freischaltbare Waffen und Modi sorgen für die nötige Motivation immer wieder auf das Schlachtfeld zu gehen.

Auch wenn die Grafik selbst nicht mehr hoch aktuell ist, wird durch den Sound viel wett gemacht. Für den Soundtrack zeigt sich der Musikguru „Hans Zimmer“  verantwortlich, welcher ansonsten eigentlich nur für Filme (Gladiator, Last Samurai. The Rock) die Musik schreibt. Der Soundtrack wirkt ebenso geladen wie in einem packendem Film und die Soundeffekte steuern ihr übriges dazu dabei. Die deutsche Sprachausgabe, ist bis auf ein paar Sprachfehler ebenfalls sehr gelungen. Für eine Bestwertung fehlte es uns allerdings an einer ausgereiften Geschichte und etwas längeren Kampagne. 

Fazit

„Call of Duty: Modern Warfare 2“ erfindet zwar das Rad nicht neu, doch ist durch die Darstellung ein wirklich kinoreifes Erlebnis geschaffen worden. Zumindest eine Szenen des Spiels ist moralisch dazu sehr bedenklich und dürfte wohl noch über Jahre zu Diskussionen führen. Allerdings wird der Spieler ausgiebig darauf hingewiesen und es ist sogar möglich die Szenen einfach zu überspringen. Im Grunde wird allerdings nur die menschliche Grausamkeit präsentiert und nicht verherrlicht. Auch wenn der Single Player Modus mit sechs Stunden recht kurz ausgefallen ist, hat man dennoch viel im Coop- und Online Spiel zu tun. Nicht ganz so packend wie „Modern Warfare“ seinerzeit, aber dennoch ein würdiger Nachfolger.

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