2006-11-26T00:00:00+01:00

ArchLord Herrscher einer ganzen Welt

Test: PC · 26. Nov 2006 · Björn F. (bf)

Archlord machte ja einige Phasen durch. Erst sollte es gar nicht erscheinen, dann doch wieder und nun hat es sogar durch Codemasters den Sprung nach Europa geschafft. Das Spiel führte zu großen Erwartungen in der Spielergemeinde. Ob es diese auch halten kann, erfahrt ihr unserem Test.

In Archlord steckten große Erwartungen, die ersten Screenshots sahen beeindruckend aus und auch das Prinzip, der Archlord werden zu können, der über das ganze Reich herrscht und spezielle Mächte bekommt, machte Lust auf mehr, doch das eigentliche Spiel war schon in der Beta etwas enttäuschend und hat sich leider nicht viel gebessert.

Die Charaktergenerierung

Alles in einem Onlinespiel beginnt mit der Charaktergenerierung, bei denen ein Großteil der Spieler sich lange und gerne ausgiebig aufhalten. Wie schaut denn das Glanzstück der Individualisierung bei Archlord aus? Ganz ganz anders.

Drei Völker stehen zur Wahl – Menschen, Orks und Mondelfen. Nach der schweren Wahl des Volkes kommt die Qual der Wahl der Klasse. Die zur Verfügung stehenden Klassen richten sich nach der gewählten Rasse. So können zum Beispiel nur Orks zu Berserkern werden. Nun können aus einer nicht nennenswerten Anzahl von Frisuren und Gesichtern die Charakterfeinheiten bestimmt werden und fertig ist der Onlineavatar.

Jetzt fragt ihr euch sicher, ob das schon alles war und vielleicht sogar, ob ich die Geschlechterwahl absichtlich nicht genannt habe, weil es doch selbstverständlich ist, aber in Wirklichkeit war das wirklich schon alles, denn eine Geschlechterauswahl sucht man in Archlord vergebens. Warum dies so ist, bleibt eine offene Frage, aber zumindest haben sich die Entwickler damit die Arbeit gespart, Rüstungen in verschiedenen Ausführungen zu erstellen. Mondelfen haben es sogar besonders schwer, da es nur Weibchen ihrer Gattung gibt. So sieht man schon bei der Charaktererstellung, das für dieses Spiel kein Rollenspiel vorgesehen ist und der Kampf im Vordergrund steht.

Das Spiel

Ohne Eröffnungssequenz und sonstige Einführungen wird der Spieler erstmal in dem Startdorf ausgesetzt und kann mit seinen ersten Schritten die Gegend erkunden, ohne zu wissen, was zu tun ist. Nach ein paar Gesprächen mit NPC´s gibt es sogar eine Quest, die einen langsam ins Spiel hineinführt. Die meisten Spieler rennen allerdings direkt aus der Stadt hinaus und vermöbeln die ersten Gegner in Sichtweite. Hier kommt das Kampfsystem zu tragen. Der Kampf geht flott von statten und der Avatar prügelt wie ein geölter Blitz auf den Gegner ein, was das gesamte Spiel sehr dynamisch wirken lässt. Dazu kann man ein paar Manöver ausführen, die zu der Klasse passen. Dies kommt jedoch erst im späteren Verlauf zur Geltung, da man zu Beginn noch keine Techniken besitzt.

Bei einem Levelaufstieg bekommt man direkt neue Fähigkeiten und kann zum Beispiel neue Rüstungsarten tragen. Das System ist relativ simpel, funktioniert aber dafür umso besser.

Leider ist das Spiel nur auf Grinden ausgelegt, was soviel heißt wie „Gegner hauen bis die Augen bluten“. PvP, also Spieler gegen Spieler, wird hier groß geschrieben. Fast überall können Spieler gegen andere Spieler antreten, um Punkte zu sammeln. Das Ziel jedes Spieler dürfte es sein, der Archlord zu werden und über das gesamte Reich zu herrschen. „Es kann nur einen geben“ ist die Devise, deshalb muss man den Titel natürlich auch gut verteidigen. Als Herrscher stehen einem besondere Fähigkeiten zu, wie zum Beispiel die Kontrolle des Wetters.

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