2005-05-24T00:00:00+02:00

Oddworld Stranger's Wrath Oddworld ist anders!

Test: Oddworld Stranger's Wrath · 24. Mai 2005 · Björn F. (bf)

Lange wurde an Oddworld: Stranger´s Vergeltung gearbeitet und nun ist es endlich erschienen. Viele Magazine lobten das Spiel schon im vornherein in den höchsten Himmel und nun ist der Zeitpunkt gekommen, da der Titel weich auftrumpft oder einen harten Absturz erlebt. Das Ergebnis könnt ihr in unserem Review nachlesen.

Oddworld dürfte noch einigen alten Hasen bekannt sein. Auf der PSone hatte das Spiel sein Debüt. Auch auf der XBOX gab es einen Ableger, welcher aber nicht wirklich von Erfolg gekrönt war. Nun gehen die Entwickler einen anderen weg und benutzten den Oddworld Franchise, für eine Spielidee die eigentlich nichts mehr mit Oddworld zu tun.

Strangers Vergeltung ist eine Mischung aus Ego Shooter und Third Person Jump & Run. Die Sicht kann jederzeit auf Knopfdruck gewechselt werden um sich der jeweiligen Version anzupassen. In der Ego Perspektive steht dem Spieler die Armbrust zum schießen zur Verfügung und in der Third Person Perspektive, beherrscht Stranger Nahkampfmanöver und bessere Sprünge.

Dem Storyverlauf folgend, wählt der Spieler im Kopfgeldbüro seine beute selbst aus. Jede Kopfgeldmission stellt ein Level dar, dass es mit Stranger zu bewältigen gilt. Nach Annahme einer Mission hüpft, schlägt und schießt Stranger dann los.

Sag schon, wie geht es denn nun?

Die Jump´n Run Einlagen sind aus der Third-Person-Sicht zu erledigen. Nur daraus beherrscht Stranger den Doppelsprung und lässt sich zudem auch viel koordinierter Steuern. Die verprügelten Gegner, lassen sich zudem auch Einfangen um ein Kopfgeld für diese zu bekommen. Dabei bekommt man natürlich mehr, wenn die Gegner mediengerecht lebend gefangen werden. Ebenso bei den Endgegnern, nur dass es dort etwas schwieriger ist, diese Bewusstlos zu bekommen. Aber die Entlohnung lohnt sich. Für das erhaltene Geld, lassen sich Munition, größere Taschen, und verbesserte Waffen kaufen.

Diese Waffen sind wichtig für den Ego-Perspektiven-Modus. Obwohl sich die frage stellt ob es sich wirklich um Waffen handelt. Stranger verfügt über eine Armbrust auf die er kleine Tierchen spannt, welche ihm helfen, seinen Gegnern den Garaus zu machen. Darunter fallen ununterbrochen labernde Eichhörnchen, die zum Anlocken dienen, Spinnen, die den Gegner fesseln, Stinktiere, die ähm... stinken, bis hin zu Fellbedeckten Zähnen, die ihre Gegner zum Fressen gern haben. Die Waffenwahl ist wirklich kreativ und lustig anzuschauen.

Die Vielzahl an Munitionstypen müssen geschickt angewandt werden, um die Gegner mit der bestmöglichsten Strategie auszuschalten. Denn wie gesagt, so mehr lebendige Gegner gefangen werden, desto mehr Geld springt für Stranger dabei heraus.

Zu Beginn weist einen der Spielverlauf gut ein, und bringt dem Spieler alle nötigen Kniffe bei. Die Steuerung geht leicht von der Hand und sogar der Wechsel zwischen den Perspektiven funktioniert einwandfrei, ohne dass der Spieler durcheinander kommt. Der Schwierigkeitsgrad ist absolut fair und an vielen stellen ist ein Checkpoint eingesetzt, der dem Spieler an den meisten Kniffligen stellen, direkt davor wieder absetzt, sollte ihn ein Mal das zeitliche segnen. Also baut sich auch nicht zu schnell ein Frustfaktor auf, sondern eher die Motivation die Passage gerade noch Mal zu probieren.

Grafik & Sound

Da dies ein XBOX only Titel ist, konnten sich die Entwickler darauf konzentrieren, aus der XBOX mehr rauszuholen. Detaillierte Figuren und eine Konstant gute Grafik mit lieblichen Animationen sind das Ergebnis. Die Locations sind sehr variabel und bieten genügend Abwechslung für das Auge des Spielers. Die Bewegungen der Charaktere wirken zudem sehr schön, flüssig und geraten nicht ins stocken.

Die deutsche Synchronisation, ist von den Stimmen her so gut wie Identisch zu der Englischen Fassung, was wohl daran liegt, dass alle Stimmen wohl mit dem Computer nachbearbeitet wurden. Insgesamt sind die Stimmen sehr passend und gelungen, nur Strangers Sprunggeräusche gehen schon nach kurzer Zeit auf die Nerven. Die Musik hält sich eher im Hintergrund und fällt nicht weiter auf.

Oddworld: Strangers Vergeltung ist ein faszinierender Genre-Mix, der einfach Spaß macht. Die Kreativen Ideen und der gute Humor, sowie die doch überraschend gute Geschichte, bringen erst richtig den Spaß ins Spiel. Man könnte sagen, dass es endlich mal etwas frischen Wind in das sonst so eintönige Genregeschehen bringt. Strangers Vergeltung ist auf jeden Fall für Fans der beiden Genres zu empfehlen. Viel Spaß beim spielen, den werdet ihr haben.

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