2003-07-10T00:00:00+02:00

Rome: Total War Die Legionen hören auf Euer Kommando, Zenturio!

Vorschau: PC · 10. Jul 2003 ·

Medieval: Total War ging mehr als 100.000 Mal über den Ladentisch - ein gutes Omen oder eine schwere Hürde für Rome? Das neue Werk der Creative Assembly Studios entführt euch in die Blütezeit des römischen Imperiums und fordert dem gewieften Straten in Runden- und Echtzeit-Modus alles ab. Was das Spiel für Neuerungen bietet und ob die imposante 3D-Grafik wirklich das einzige große Feature ist...ihr lest es in unserem Preview.

Einmal römischer Feldherr sein - ach wie wär das fein! Rome: Total War könnte diesen Traum bald wahr machen. Denn im nunmehr dritten Teil der beliebten Total War - Reihe geht es diesmal in die Jahre vor Christi Geburt, zur Blütezeit des heiligen römischen Reiches!

Aus diesem Szenariowechsel ergibt sich natürlich auch eine ganze Fülle an neuen Einheiten: Neben den stramm stehenden Legionären samt Zenturionen, schnellen Lanzenreitern, Krummsäbelführenden, sarazenischen Kamelreitern und wilden, gallischen Axtkämpfern werden auch Hannibals Kriegselefanten auf dem Schlachtfeld für Unruhe sorgen und Angreifer durch die Luft wirbeln lassen.

Wer das Spielprinzip von Shogun und Medieval, der beiden Vorläufer von Rome, nicht kennt, der bekommt hier noch einmal eine kleine Einführung in das Spielprinzip, das sich auch im dritten Teil der Reihe nicht großartig ändern wird. Wie auch in den zwei Vorgängern will Rome: Total War wieder einmal komplexe Rundenstrategie auf einer großen Übersichtskarte mit epischen, taktisch geführten Echtzeitschlachten verbinden. Als römischer Feldherr (oder aber Führer von einem der satten 20 Völkern) taktiert man in der Zeit von 260 bis 14 v. Chr. geschickt und zieht gegen Griechen, Gallier, unzivilisierte Barbaren, Ägypter oder Karthager ins Feld, um den Ruhm des römischen Imperiums zu mehren. Dazu bildet man Truppen aus, die immer in sogenannte Regimenter von bis zu 120 Mann aufgeteilt sind und schickt diese dann über eine detaillierte Strategie-Karte in feindliches Gebiet. Nun darf man sich entscheiden, ob man die folgenden Schlachten selbst in einer 3D-Ansicht genießt und lenkt, oder aber das Schlachtenglück dem Computer überlässt, der anhand von Truppenstärke und Offizieren das Ergebnis gerecht auswürfelt. Zwischen den epischen Kämpfen hebt man neue Truppen aus, befestigt die strategisch wichtigen Städte und erforscht Upgrades für die bereits errichteten Gebäude.

Die größte Neuerung neben dem geänderten Szenario stellt dabei die neue 3D-Grafik Engine dar. Wurden die abertausend Einheiten bei Belagerungen und Schlachten vorher nur als detailarme 2D-Bitmaps dargestellt, wird in Rome jeder Soldatentyp detailgetreu modelliert. Zwar reicht auch die neue Technologie nicht dafür, jedermann eine eigene Gesichtstextur zu spendieren, aber bei mehreren tausend Teilnehmern an einem Kampf kann man solche Ansprüche wohl noch für einige Jahre nur utopisch bezeichnen.

Auch auf der früher nur auf zwei Dimensionen beschränkten Weltkarte (bzw. ausgedehnten Europakarte) darf man sich in Zukunft an der Grafikpracht erfreuen, denn dank 3D-Technologie können nun Berge und Täler detailreich dargestellt werden und weil beide Modi auf derselben Technik wurzeln, soll ein Schlachtfeld auch genauso aussehen, wie es auf der Übersichtskarte dargestellt wird. Sogar die Gebäude, die in einer Stadt gebaut wurden, werden bei einer Belagerung detailgetreu dargestellt - dafür wurde die Anzahl derselben aber gekürzt. Dafür ist es wirklich ein einmaliges Gefühl, seine Legionäre über die in Bezug auf Größenverhältnis detailgetreu nachgebaute Akropolis zu führen und in den Straßen Athens die letzten verbliebenden Griechen zur Strecke zu bringen.

Ein Detail, das in den vorherigen Total War - Spielen ungerechtfertigter Weise nur am Rande behandelt wurde, soll in Rome stark ausgebaut werden: Die Diplomatie

Künftig soll es viel mehr Optionen am Verhandlungstisch mit anderen Fraktionen geben und Bündnisse werden stärker gewichtet. Handel, Waffenstillstand, etc. - all das wollen die Programmierer bei Creative Assembly einbauen und somit Civilization 3 Konkurrenz machen.

Ein weiteres nettes Feature in de Einzelspielerkampagne wird der römische Senat sein. Dieser schreitet zuweilen bei umstrittenen Entscheidungen des Imperators (also euch) ein, oder erteilt kleine Bonusaufträge, für deren Erfüllung man spezielle Belohnungen erhält. Der Spielverlauf soll durch unerwartete Ereignisse wie Bürgerkriege spannend bleiben - diese und andere Features gibt es jedoch nur aufseiten der Römer. Wenn man mit einem der anderen, beinahe zwei Dutzend Völkern spielt, entfallen sie.

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