Grand Theft Auto: Vice City Tommy Vercetti is back!
Nachdem im November bereits die Playstation 2-Version erschienen ist, kam nun endlich auch die PC-Version in die Händlerregale. Ob auch Vice City an den unglaublichen Spielspass seines Vorgängers anknüpfen kann erfahrt Ihr in unserem Review.
Die Geschichte von Vice City ist schnell erklärt. Tommy Vercetti ist nach 15 Jahren raus aus dem Knast. Ohne Kohle in der Tasche ruft er erstmal einen alten Freund an der auch ein Geschäft für Tommy zu erledigen hat. Natürlich geht bei der Übergabe des Stoffes etwas schief und die Drogen sowie auch das Geld sind weg. Das der Auftragsgeber darüber nicht sonderlich erfreut ist dürfte allen beteiligten klar sein. Er fordert Tommy auf die Kohle zu beschaffen, auf welchem Weg ist wie aus Grand Theft Auto 3 vollkommen klar.
Zu Beginn des Spieles sollte man ersteinmal das Bonusspiel des Taxi-Fahrers durchführen. So lernt man am schnellsten die ganze Stadt kennen die in 2 Inseln aufgeteilt ist, von der zu Beginn nur eine freigeschaltet ist. Hat man sich mit der Stadt vertraut gemacht, beginnt unser Leben als Schurke und wir nehmen Aufträge aus der Unterwelt entgegen. Zu Beginn sind es noch kleiner Schutzgeldaufträge, aber mit Fortlauf des Spieles werden die Missionen immer schwieriger. Bei manchen Missionen merkt man es jedoch gewaltig, dass das Spiel von der Konsole stammt. So muss man z.b. in einer Mission einen kleinen ferngesteuerten Hubschrauber durch ein Gebäude manövrieren. Dies klappte in der PS2 Version mit dem Gamepad sehr gut. Jetzt muss man dies über den Zahlenblock der Tastatur steuern. Und das war verdammt schwer, so daß ich ein paarmal in die Tischplatte meines Schreibtisches gebissen habe. Am Spielprinzip des Vorgängers ist grundsätzlich festgehalten worden. Man schnappt sich ein Auto nach belieben und braust los. Hat man genug Geld eingesackt kann man im örtlichen Waffengeschäft verschiedene Wummen einkaufen um damit die Gangster zur Strecke zu bringen.
Neu an Vice City ist es, dass man verschiedene Gebäude sowie Geschäfte betreten kann. Die Geschäfte können nach belieben ausgeraubt werden wenn man mit vorgehaltener Waffe den Kassierer bedroht. Aber Vorsicht, natürlich werden dann auch die Ordnungshüter auf den Plan gerufen und jagen uns quer durch die ganze Stadt. Konnte man in GTA3 in eine Lackiergarage fahren um die Bullen loszuwerden, kann man nun auch noch die Klamotten wechseln um den Fahndungslevel zu reduzieren. Erreicht der Level nämlich die höchsten Werte kommen FBI und sogar das Militär zum Zuge. Und da hat Tommy so gut wie keine Chance mehr. Auch das flüchten auf ein dach hilft dann auch nicht mehr. Der Helikopter folgt uns und ist mit einem Scharfschützen ausgestattet. Und sollte das nicht helfen werden Spezialeinheiten abgeseilt die uns an die Wäsche wollen.
Konnte man in GTA3 überwiegend nur Autos und abundzu mal ein Boot steuern so ist in Vice City das ganze nochmal verbessert worden. Neben Motorrädern und Hubschraubern gibt es hier ebenfalls Wasserflugzeuge und Schnellboote. Vor allem die Motorräder haben es mir angetan da man hier in einem Affenzahn quer durch die Stadt heizt. Nur in den Kurven sollte man die Fliehkraft nicht unterschätzen und man wird nach aussen aus der Kurve rausgetragen. Zu Beginn des Spieles gibt es nur einen einzigen Speicherpunkt. Dies ist natürlich ganz schön mühseelig immer wieder nach erfolgreichen beenden einer Mission erst einmal quer durch die Stadt zu fahren um wieder zu speichern. Aus diesem Grund kann man in Vice City, wenn wir genug Kohle haben, verschiedene Gebäude kaufen. Diese dienen dann ebenfalls als Speicherort, können aber auch Kohle abwerfen.
Wenn man z.b. die Filmstudios von Vice City aufkauft werden zusätzliche Missionen freigeschaltet. Werden diese alle erfolgreich bewältigt, kann man nach einer gewissen Zeit immer wieder 7.000$ abholen an der Eingangstür. Dieses Geld wird natürlich gebraucht um wieder zusätzliche Waffen zu kaufen bzw. noch mehr Gebäude um weitere Missionen freizuschalten. Sollten einmal alle Missionen durchgespielt sein ist das Spiel noch lange nicht fertig. Es gibt noch unzählige Bonusspiele wie z.b. in die Rolle der Bürgerwehr zu schlüpfen um Verbrecher zur Strecke zu bringen oder als Pizzalieferant auf einem Motorroller Mafiatorten zu verteilen.
Die Grafik des Spieles ist im Vergleich zur Playstation 2-Version ein absolutes Highlight des Spieles. Vor allem da hier die Auflösung nach oben geschraubt werden kann. Auch die Liebe zum Detail wird einem erst richtig bewusst wenn man sich in einen Helikopter schwingt und mal eine runde über der Stadt dreht um zu sehen wie die Dächer von oben dargestellt sind. Vor allem wenn es nacht wird in Vice City solltet Ihr mal am Ocean-Drive langcruisen mit einem Cabrio und die Neonfassaden der 80er Jahre bestaunen. Die Hotels erstrahlen hier in allen erdenklichen Farben. Auch die Animationen der Spielfiguren sowie die Cutscenes zwischen den Missionen sind sehr gut gelungen. Der absolute Highlight des Spieles ist wie auch in der Playstation 2 Version der Soundtrack. Mein Lieblingssender war ganz klar VRock. Hier bekam man Lieder von Iron Maiden, Ozzy Osbourne, Twisted Sister und Megadeth aus dem Autoradio zu hören. Sogar Nena mit ihren 99 Luftballons ist mit von der Partie. Alleine wegen dem Soundtrack ist Vice City schon einen Kauf wert. Die Cutscenes sowie auch das ganze Spiel haben die Original englische Aussprache mit deutschem Untertitel.
Ich könnte nun beliebig weiterschreiben und in das kleinste Detail gehen, aber das geht nicht. Ich habe eine Verabredung in Vice City mit einem Drogenbaron.






